50% aller Haftpflichtversicherten mit unzureichendem Versicherungsschutz

Wie das Nachrichtenmagazin „Focus“ unlängst unter Bezugnahme einer durch Vergleichsportale durchgeführten Analyse berichtete, erweist sich jede Zweite der in Deutschland abgeschlossenen Haftpflichtversicherungen bezüglich ihres Leistungsumfanges als ungenügend. Allarmierend sei in diesem Zusammenhang vor allem das Fehlen essentieller Vertragsklauseln, was im Schadensfall den Versicherungsnehmer schnell mehrere tausend Euro kosten kann.

 

53 Prozent der Versicherten versäumen es dabei, durch Dritte verursachte Schäden an der eigenen Personen auch in den Fällen abzusichern, in denen der Verursacher aufgrund fehlender finanzieller Mittel oder unzureichendem Versicherungsschutz nicht oder nur teilweise für potenzielle Ausgleichszahlungen aufkommen kann.

Auch die möglichen Konsequenzen eines Schlüsselverlustes berücksichtigen weniger als die Hälfte der Haftpflichtversicherten Bundesbürger. 63 Prozent der Neukunden verzichten in diesem Zusammenhang darauf, sich hinsichtlich der finanziellen Auswirkungen im Schadensfall abzusichern, was insbesondere bei Bürokomplexen, Sportanlagen oder Mehrfamilienhäusern fatale finanzielle Folgen haben kann.

Experten weisen in diesem Falle eindringlich darauf hin, dass Haftpflichtversicherungsschutz zu den grundlegendsten und wichtigsten Absicherungen in der Bundesrepublik zählt und besonderer Wert auf einen in jeder Hinsicht ausreichenden Leistungsumfang gelegt werden sollte. Fachleute geben zudem zu Bedenken, dass die Hinzunahme wichtiger Vertragsklauseln oft nur eine marginale Erhöhung des Jahresbeitrags um wenige Euro verursacht.